Hamburger Kammerkunstverein

Veranstaltungen mit Herz und Hirn.

Franz Schubert

Franz Schubert

Franz Schubert wurde 1797 in Wien geboren. Als eines von 16 Kindern eines Lehrers bekam er schon sehr früh Geigenunterricht. Dank eines Stipendiums trat er 1808 in das Wiener Stadtkonvikt ein. Als Chorsänger in der Hofkapelle studierte er fünf Jahre bei Antonio Salieri. Ab 1814 war er Schulgehilfe seines Vaters. In diesem Jahr entstand auch sein erstes Lied, Lied „Gretchen am Spinnrad“. Im folgenden Jahr schrieb er nicht weniger als 145 Lieder, 4 Singspiele und 3 Symphonien. Dank der Großzügigkeit seines Freundes Franz von Schober konnte Schubert den Beruf des Lehrergehilfen aufgeben. Er lebte als freier Komponist und gab als Gast seines Gönners musikalische Abende, die sogenannten „Schubertiaden“. Im Mittelpunkt seines Werkes steht das Lied. Seine Sonaten, die Kammermusik und seine Sinfonien knüpfen in der Form an die Wiener Klassik an, tragen jedoch in Klangfantasie und Melodik romantische Merkmale. Weniger bekannt sind Schuberts Opern und Singspiele. Das Forellen-Quintett oder „Die schöne Müllerin“ sind hingegen auch dem breiten Publikum bekannt. Schuberts Gesamtwerk umfasst Kammermusik und Klavierstücke, Bühnenwerke, Orchester- und Kirchenmusik und auch Chorwerke. Zu seinen Hauptwerken zählen unter anderem zwanzig Streichquartette, zwei Streichtrios, drei Sonatinen für Violine und Klavier, das Klavier-Quintett A-Dur, zahlreiche Klaviertrios und 600 Lieder. Schubert, der sich 1823 mit Syphilis infiziert hatte, starb mit 31 Jahren 1828 in Wien.