Hamburger Kammerkunstverein

Veranstaltungen mit Herz und Hirn.

Johannes Brahms

Johannes Brahms

Der am 7. Mai 1833 in Hamburg geborene Sohn eines in ärmlichen Verhältnissen lebenden Hornisten und Kontrabassisten war einer der erfolgreichsten und bedeutendsten Komponisten der Spätromantik. Schon in jungen Jahren galt Brahms als "pianistisches Wunderkind". Er erregte die Aufmerksamkeit des Geigers Joseph Joachim sowie Robert Schumanns, der sich in seiner Musikzeitschrift für ihn einsetzte. Seit 1862 lebte Brahms in Wien, dann abwechselnd in Hamburg, der Schweiz und Baden-Baden, wobei er neben seiner Kompositionstätigkeit als Pianist offiziell auftrat. 1871-74 leitete er als Dirigent die Konzerte der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien. Seit 1878 hatte er dann ständig seinen Wohnsitz in der Donaustadt. Während seines Schaffens wurde Brahms durch seinen Kritiker-Verehrer Eduard Hanslick in den Streit gegen Bruckner und Wagner hineingezogen, obwohl er Wagner hoch einschätzte. Brahms verbindet in seinen instrumentalen und vokalen Kompositionen klassische Formenstrenge und romantische Empfindung. Er orientierte sich zwar an der Werkgerechtigkeit der alten Meister, also an Mozart, Haydn, Beethoven, Bach, Händel und Vivaldi, schuf aber dennoch durch die konstruktive Dichte seiner Kompositionen eine neue Musik, die sowohl das Schaffen Wagners als auch Schönbergs beeinflußte. Brahms, der neben vier Symphonien vor allem Kammermusik, ferner Konzerte, Gesangswerke mit Orchester, Klavier- und Orgelmusik, Chorgesänge und Klavierlieder sowie Serenaden und die "Ungarischen Tänze" schrieb, starb am 3. April 1897 in Wien.