Hamburger Kammerkunstverein

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Pas de deux

Feierabendkonzert im Oberhafen

Franck-Thomas Link und Nicholas Ashton

Choreographie am Klavier: Mozarts Meisterwerke für zwei Pianisten

„Kannst Du mit Deiner Rechten meine Linke spielen?“

Die Klaviaturen zu Mozart Zeit hatten einige Oktaven weniger als der moderne Konzertflügel. Bei Mozart wird es zu zweit auf den Tasten oft ein bisschen eng. Das fordert von den Pianisten schon fast choreographisches Geschick.

Gastronomie und Abendkasse 17 h, Konzert 18 h, Lounge 19 h

Mehr zur Reihe: Feierabendkonzert im Oberhafen



Vorverkauf 9 € / Abendkasse 12 € / Kammerkunstmitglieder frei


Halle 424, Stockmeyerstraße 43, Tor 24, 20457 Hamburg


Wolfgang Amadeus Mozart,
Sonate für Klavier zu vier Händen B-Dur KV 358

Allegro
Adagio
Molto Presto

Wolfgang Amadeus Mozart,
Sonate für Klavier zu vier Händen F-Dur KV 497

Adagio - Allegro di molto
Andante
Allegro


Die 1774 entstandene B-Dur Sonate KV 358, die sogenannte zweite „Nannerl-Sonate“, zählt zu den ersten nachweisbaren echten Werken Mozarts für Klavier vierhändig. Mozart schrieb sie für sich selbst und seine nicht minder begabte Schwester.


Denkt man an die Gattung „Klaviermusik zu vier Händen“, denkt man zunächst an Hausmusik und geselliges und unbeschwertes Musizieren. Die Gattung spielte eine große Rolle bei der Verbreitung von Symphonien, Opernmelodien, Volksliedern und Märschen, bevor es Radios und Tonträger gab. Auch von Mozart gibt es einige Sonaten, die dem Zweck des häuslichen Musizierens dienten.

Die Sonate F-Dur KV 497 aus dem Jahre 1786 dagegen ist ein Meisterwerk aus der Feder Mozarts, das eher zufällig für Klavier zu vier Händen gesetzt ist. Schon rein spieltechnisch wäre diese Sonate für Amateure in den wenigsten Fällen geeignet. Der musikalische Entwurf dieses Werkes hätte genauso gut für einen Streicherensemble oder ein Orchester ausgeführt werden können.

Sie ist Mozarts größte Klaviersonate für vier Hände. Mit ihr schuf er eine Tradition, in der sich später auch Komponisten wie Schubert, Brahms und Mendelssohn bewegten. Innerhalb des Vierhändig-Repertoires gibt es nur wenige Werke, die in ihrer Anlage ähnlich symphonisch ausladend und kunstvoll gebaut sind.

Der erste Satz wird von einer gleichermaßen dramatisch-bedrohlichen wie ruhig fragenden Introduktion eröffnet. Das Hauptthema, das zunächst vom ersten Pianisten allein vorgestellt wird, erinnert an einen typischen Holzbläsersatz. Das Seitenthema, eigentlich eher ein Motiv als ein wirklich ausgereiftes Thema, wird noch in der Exposition derart durchgeführt, dass quasi ein zweites Seitenthema entsteht. Diese Seitenthemen stellen in ihrem lyrischen Charakter einen wunderbaren Kontast zum Hauptthema dar. Die Durchführung des ersten Satzes wird von Wissenschaftlern oft als eine der großartigsten Durchführungen in Mozarts Gesamtwerk gelobt: Zum eine ist die thematische Verwebung fast beispiellos, darüber hinaus kontrastiert sie durch motorische Elemente, die Mozart in der Exposition noch nicht angekündigt hatte, sehr stark zur Exposition, was bedeutet, dass Mozart hier der Sonatenhauptsatzform einen ganz neuen Inhalt gab, ohne die eigentliche Form zu verlassen oder zu brechen.

Der zweite Satz ist filigranes Andante, das ebenfalls auf zwei Themen aufgebaut ist, die sich gegenseitig vor allem in ihrer Dynamik von einander absetzen. Allerdings handelt es sich formal nicht um einen Sonatensatz, sondern um eine dreiteilige Liedform.

Das Finale, ein äußerst brillantes Rondo, das an Einfallsreichtum kaum zu überbieten ist, rundet die Sonate ab. Das verspielte Ritornell gibt eine ausgezeichnete Grundlage für die verschiedensten charakterlichen Inhalte in den Episoden des Rondos. Oft wird die Heiterkeit des Ritornells durch dunkle, virtuose Zwischenspiele gestört, oft wird sie durch noch größere Spielfreude an anderen Stellen überhöht - ein Feuerwerk an kompositorischen Meisterleistungen.

Franck-Thomas Link



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Reservierung über buero at antispam-dies-bitte-entfernen kammerkunst punkt de und +49 40 31796940.

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