Hamburger Kammerkunstverein

Veranstaltungen mit Herz und Hirn.

363. Lunchkonzert in der Handelskammer Hamburg

Camille Saint-Saëns, Sonate für Violine und Klavier op. 75

Joosten Ellée und Franck-Thomas Link

Der Eintritt ist frei.


Börsensaal der Handelskammer Hamburg, Adolphsplatz 1, U Bahn Rathaus


Camille Saint-Saens,
Violinsonate Nr. 1 d-moll op. 75

Allegro agitato
Adagio
Allegro moderato
Allegro molto


Ursprünglich nur als kleines Duo für Geige und Klavier geplant, wuchs sich die Komposition im Herbst 1885 zu einer großen Sonate aus, die darauf angelegt ist, im Konzert einen brilliant-virtuosen Effekt zu erzielen. Ihre ersten Aufführungen waren für Saint-Saëns mehr als ernüchternd, da die Geiger an den virtuosen Anforderungen vor allem des Finales scheiterten. Man werde sie „the hippogriff-sonata“ nennen, meinte er gegenüber seinem Verleger, um anzudeuten, dass der Geigenpart nur von einem Fabelwesen zu bewältigen sei. Der stark synkopierte Eröffnungssatz wird von dunkler Leidenschft durchpulst. Das folgende Adagio ist bemerkenswert wegen des originellen Zusammenspiels von Violine und Klavier. Der dritte Satz dient als eine Art Zwischenspiel und leitet ohne Pause in das hochdramatische Finale über, der in seinem virtuosen Schwung so spektakulär ist, dass der Satz als eigenständige Zugabe dienen könnte.


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