Hamburger Kammerkunstverein

Veranstaltungen mit Herz und Hirn.

351. Lunchkonzert in der Handelskammer Hamburg

Wolfgang Amadeus Mozart, Kegelstatt-Trio KV 498

Miriam Götting, Simon Strasser, Franck-Thomas Link

Der Eintritt ist frei.


Börsensaal der Handelskammer Hamburg, Adolphsplatz 1, U Bahn Rathaus


Wolfgang Amadeus Mozart,
Sonate G-Dur KV 301

Allegro con spirito
Allegro

Wolfgang Amadeus Mozart,
Kegelstatt-Trio für Klavier, Klarinette und Viola Es-Dur KV 498

Andante
Menuetto
Rondeaux: Allegretto


Die G-Dur-Sonate KV 301 ist die erste von 6 Sonaten für Violine und Klavier, die Wolfgang Amadeus Mozart im Jahre 1778 schrieb. Er nannte diese erste Gruppe von Violinsonaten sein „Œuvre première“, obwohl er zuvor schon viel komponiert hatte. Mozart weilte an den Höfen in Mannheim und Paris, um sich potentiellen Auftraggebern zu empfehlen. Die in dieser Zeit komponierten Sonaten sind von atemberaubendem Esprit. Sie sind alle zweisätzig, er verzichtete auf langsame Mittelsätze. Wahrscheinlich spielte Mozart im Konzert im Wechsel mit seiner Schwester beide Partien.

Mozarts Violinsonaten auf der Oboe zu spielen, ist ungewöhnlich, aber nicht neu. Während meines Studiums trat einer meiner Professoren damit in ganz Europa auf. Ich fand das damals so überzeugend, dass ich 20 Jahre später Simon Strasser fragte, ob wir dieses Experiment nicht wiederholen wollten.

Mozart schrieb wenig für Oboe. Vielleicht liegt es daran, dass die Klarinette neu entwickelt worden war und die Aufmerksamkeit der Komponisten, also auch Mozarts, auf sich zog. In seinen Kammermusiken mit Oboe, wie z. B. das Quintett für Bläser und Klavier oder das Quartett für Oboe und Streichtrio, spürt man aber Mozarts Liebe für dieses herrliche Instrument.

Franck-Thomas Link


Wolfgang Amadeus Mozart schrieb 1786 sein so genanntes „Kegelstatt-Trio“ in Wien, der Legende nach bei einer Kegelpartie. Allerdings wurde dieser Titel dem Werk erst später zugeschrieben und es ist nicht mehr nachvollziehbar, ob eine „Kegelstatt“ wirklich Grundlage für die Entstehung des Werkes war. Mit ziemlicher Sicherheit aber komponierte Mozart das Trio für eine Aufführung in seinem privaten Umfeld – so erklärt sich auch die ungewöhnliche Original-Besetzung mit Klarinette, Bratsche und Klavier. Die erste Veröffentlichung erfolgte 1788 allerdings für Violine, Viola und Klavier mit der Anmerkung, die Violine alternativ mit Klarinette besetzen zu können. Eine weitere Aufführungsvariante möchten wir hier mit Oboe, Viola und Klavier zu Gehör bringen. Das Werk entfaltet sich wie ein Dialog zwischen drei freundschaftlich verbundenen Personen, eine Unterhaltung, geprägt von raschen Emotionswechseln, mal heiter, mal ernst, aber immer voller Zuneigung.

Simon Strasser


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