Hamburger Kammerkunstverein

Veranstaltungen mit Herz und Hirn.

349. Lunchkonzert in der Handelskammer Hamburg

Wolfgang Amadeus Mozart, Sonate D-Dur KV 306

Juditha Haeberlin und Franck-Thomas Link

Der Eintritt ist frei.


Börsensaal der Handelskammer Hamburg, Adolphsplatz 1, U Bahn Rathaus


Wolfgang Amadeus Mozart,
Sonate für Klavier und Violine D-Dur KV 306

Allegro con spirito
Andante cantabile
Allegretto - Allegro


Mozarts Violinsonate KV 306 ist die die größte der sechs sogenannten „Kurfürstin-Sonaten“. Mozart bezeichnete diese sechs Sonaten für Violine und Klavier als sein Opus 1, obwohl er schon einige Werke für diese Besetzung komponiert hatte: Der 18-Jährige war im Aufbruch. Sicher wollte er auch seine Kinderstar-Karriere hinter sich lassen, als er auf einer Bewerbungsreise, wie man es heute nennen würde, diese hoch konzertanten und ausdruckstarken Sonaten komponierte. Mozart hatte seine erste Anstellung als Konzertmeister der Salzburger Hofkapelle bereits gekündigt und machte sich 1778 mit seiner Mutter auf die Reise in verschiedene Städte, darunter München, Mannheim und Paris, um sich an den verschiedenen Höfen vorzustellen. Die Kurfürstin-Sonaten allerdings als Bewerbungsmaterial wahrzunehmen, würde dieser herrlichen Musik natürlich nicht gerecht werden.

Mozart setzte sein kompositorisches und technisches Können, das er durch die internationale Karriere, die bereits hinter ihm lag, erworben hatte, sicher sehr bewusst ein. Allerdings war diese lange Reise, auf der sie entstanden, auch von der Enttäuschung, keine Stellung angeboten zu bekommen und von dem Schicksalsschlag, dass seine Mutter am Ende der Reise in Paris, im Juli 1778 starb, stark beeinflusst.

Diese Sonaten, die der Kurfürstin Elisabeth Auguste von Pfalz-Bayern gewidmet sind, stellen ein Zeugnis der kompositorischen, instrumentalen und künstlerischen, d. h. hier: emotionalen Virtuosität des jungen Joannes Chrysostomus Wolfgangus Theophilus Amadée dar.

Hier wird „Wolferl“ zum „Mozart“.

Franck-Thomas Link


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