333. Lunchkonzert in der Handelskammer Hamburg
Werke von Wolfgang Amadeus Mozart
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Juditha Haeberlin, Violine
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Franck-Thomas Link, Klavier
Der Eintritt ist frei.
Börsensaal der Handelskammer Hamburg, Adolphsplatz 1, U Bahn Rathaus
Wolfgang Amadeus Mozart,
Sonate für Klavier und Violine e-moll KV 304 (1778)
Allegro
Tempo di Minuetto
Wolfgang Amadeus Mozart,
Sonate B-Dur KV 454
Largo - Allegro
Andante
Allegretto
Paris, Sommer 1778. Mozart ist 22, allein in einer Stadt, die ihn nicht haben will, und hat gerade seine Mutter begraben.
In diesem Sommer schrieb Mozart die Sonate KV 304. Es ist seine einzige Violinsonate in Moll. Zwei Sätze, kein langsamer Mittelteil, kein dramatischer Ausbruch. Klavier und Violine beginnen das erste Thema im Pianissimo-Unisono, als flüsterten sie. Im zweiten Satz — einem Tempo di Minuetto, das nicht zum Tanzen einlädt — öffnet sich für einen kurzen Mittelteil ein lichtes E-Dur mit der Vortragsbezeichnung dolce: leise, zart, fast tröstlich. Dann schließt sich die Mollwelt wieder.
Alfred Einstein hat diese Sonate einmal ein „Wunder unter Mozarts Werken“ genannt. Wenig Noten, viel Stille.
Die Sonate B-Dur KV 454 von W. A. Mozart gehört zu den Wiener Violinsonaten. Sie ist formal viel größer angelegt als viele andere Sonaten. Sie hat einen großen langsamen Satz, der Kopfsatz wird mit einer feierlichen Introduktion vorbereitet und das Finale ist ein ausgedehntes, virtuoses Rondo. Die ganze Anlage des Stückes ist ähnlich wie bei einem Solokonzert, viele Passagen lassen an das Doppelkonzert für Klavier, Violine und Orchester denken. Die Sonate entstand im Jahre 1784, ein Jahr bevor das d-moll Klavierkonzert erschien. Mozart hat sie der Geigerin Regina Strinasacchi gewidmet. Es ist anzunehmen, dass er selbst die Klavierpartie übernahm.
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