217. Lunchkonzert in der Handelskammer Hamburg
Klaviertrios von Mozart und Beethoven
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Franck-Thomas Link, Klavier
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Juditha Haeberlin, Violine
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Saskia Ogilvie, Violoncello
Handelskammer Hamburg, Adolphsplatz 1, U Bahn Rathaus
Wolfgang Amadeus Mozart,
Klaviertrio C-Dur KV 548
Allegro
Andante cantabile
Allegro
Ludwig van Beethoven,
Klaviertrio c-moll op. 1 Nr. 3
Allegro con brio
Andante cantabile con Variazioni
Menuetto. Quasi allegro
Finale. Prestissimo
Mozarts Trio in der geläufigen Tonart C-Dur (KV 548) entstand im Juli 1788; es ist insgesamt knapper und unaufwändiger angelegt und hält nicht ganz die Höhe seiner Vorgänger und auch nicht die seiner übermächtigen Zeitgenossen, der beiden großen Sinfonien Es-Dur und C-Dur. Seinen Schwerpunkt bildet zweifellos das abgeklärt in sich ruhende Andante (F-Dur, 3/4).
Von den drei Trios, mit denen Beethoven 1795 seine offizielle Werkliste eröffnete, ist das dritte zweifellos das prominenteste – und nach Beethovens eigener Intention auch das krönende. Während die beiden anderen Trios der Naturpoesie Haydns noch nahestehen, ist dieses abschließende Werk wesentlich artistischer. Man könnte von einer „Virtuosität der Empfindung“ sprechen: Wo man in den ersten beiden Trios zwei großen Menschen begegnet, meint man hier einem grandiosen Schauspieler zuzuhören, der scheinbar mühelos eine ganze Reihe großer Persönlichkeiten zu mimen versteht.
Die Wahl der Tonart c-moll – später auch die Tonart der Fünften Symphonie – signalisiert, dass hier kein Kammerspiel beginnt, sondern großes Theater. Joseph Haydn, Beethovens Wiener Lehrer, äußerte Bedenken: Das Werk könnte das Publikum überfordern. Er irrte. Die Trios verkauften sich glänzend. Und wie hoch Beethoven selbst dieses Trio schätzte, zeigt sich daran, dass er es noch 1817 zum Streichquintett op. 104 umarbeitete.
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