Lunchkonzert in der Handelskammer Hamburg
R. Schumann, Klavierquartett Es-Dur op. 47
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Juditha Haeberlin, Violine
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Saskia Ogilvie, Violoncello
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Miriam Götting, Viola
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Franck-Thomas Link, Klavier
Handelskammer Hamburg, Adolphsplatz 1, U Bahn Rathaus
Robert Schumann,
Klavierquartett Es-Dur op. 47
Sostenuto assai – Allegro ma non troppo
Scherzo: Molto vivace – Trio I – Trio II
Andante cantabile
Finale: Vivace
1842 – Schumanns Kammermusikjahr. Gemeinsam mit Clara spielt er sich am Klavier durch die Quartette von Haydn und Mozart. Dann komponiert er selbst: drei Streichquartette, mit Enthusiasmus geschrieben, doch nicht ohne Mühe. Und dann, wie befreit, das Klavierquartett op. 47.
Schon Jahre zuvor hatte Robert an Clara geschrieben: „Das Klavier wird mir zu enge, ich höre bei meinen jetzigen Kompositionen oft noch eine Menge Sachen, die ich kaum andeuten kann.“ Jetzt endlich findet er den Raum dafür: Die Streicher, gerade erst erobert, verschmelzen mit seinem ureigenen Instrument. Das Ergebnis: Musik wie ein Rausch.
Impulsives Drängen und stille Versonnenheit, Ausbruch und Schwärmerei – Florestan und Eusebius, die zwei Seelen in Schumanns Brust, sprechen hier ihre je ganz eigene Sprache. Bei der Uraufführung am 5. April 1843 notiert der Komponist zufrieden: „Wir haben gestern das Quartett zum erstenmal gespielt und es nimmt sich recht effektvoll aus.“
Effektvoll? Mitreißend.
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