Lunchkonzert in der Handelskammer Hamburg
Sonaten von W.A. Mozart
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Tobias Rempe, Violine
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Franck-Thomas Link, Klavier
Handelskammer Hamburg, Adolphsplatz 1, U Bahn Rathaus
Wolfgang Amadeus Mozart,
Sonate für Klavier und Violine e-moll KV 304 (1778)
Allegro
Tempo di Minuetto
Wolfgang Amadeus Mozart,
Sonate G-Dur KV 301
Allegro con spirito
Allegro
Paris, Sommer 1778. Mozart ist 22, allein in einer Stadt, die ihn nicht haben will, und hat gerade seine Mutter begraben.
In diesem Sommer schrieb Mozart die Sonate KV 304. Es ist seine einzige Violinsonate in Moll. Zwei Sätze, kein langsamer Mittelteil, kein dramatischer Ausbruch. Klavier und Violine beginnen das erste Thema im Pianissimo-Unisono, als flüsterten sie. Im zweiten Satz — einem Tempo di Minuetto, das nicht zum Tanzen einlädt — öffnet sich für einen kurzen Mittelteil ein lichtes E-Dur mit der Vortragsbezeichnung dolce: leise, zart, fast tröstlich. Dann schließt sich die Mollwelt wieder.
Alfred Einstein hat diese Sonate einmal ein „Wunder unter Mozarts Werken“ genannt. Wenig Noten, viel Stille.
Die G-Dur-Sonate KV 301 ist die erste von 6 Sonaten für Violine und Klavier, die Wolfgang Amadeus Mozart im Jahre 1778 schrieb. Er nannte diese erste Gruppe von Violinsonaten sein „Œuvre première“, obwohl er zuvor schon viel komponiert hatte. Mozart weilte an den Höfen in Mannheim und Paris, um sich potentiellen Auftraggebern zu empfehlen. Die in dieser Zeit komponierten Sonaten sind von atemberaubendem Esprit. Sie sind alle zweisätzig, er verzichtete auf langsame Mittelsätze. Wahrscheinlich spielte Mozart im Konzert im Wechsel mit seiner Schwester beide Partien.
Franck-Thomas Link
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