Hamburger Kammerkunstverein

Veranstaltungen mit Herz und Hirn.

Lunchkonzert in der Handelskammer Hamburg

Sonatenrezital mit Werken von R. Schumann und C.M. v. Weber


Handelskammer Hamburg, Adolphsplatz 1, U Bahn Rathaus


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Robert Schumann,
Drei Romanzen op. 94 (1849)

Nicht schnell
Einfach, innig
Nicht schnell

Carl Maria von Weber,
Grand Duo concertant Es-Dur op. 48

Allegro con fuoco
Andante con moto
Rondo allegro


Robert Schumanns „Drei Romanzen" op. 94 entstanden als letztes Werk des Jahres 1849, dem für den Komponisten vor allem im kammermusikalischen Genre produktivsten Schaffensabschnitt seines Lebens. Schumann ging es in dieser Zeit in seinen Werken hauptsächlich um die Erprobung verschiedener solistischer Besetzungen. Dies zeigt sich bei den "Drei Romanzen", die eigentlich für Oboe und Klavier komponiert sind, jedoch auch mit Violine oder Klarinette gespielt werden können. Die "Drei Romanzen" sind als Originalkompositionen für Oboe der einzige solistische Beitrag eines bedeutenden Romantikers zur gesamten Oboenliteratur des 19. Jahrhunderts. Wie häufig in Schumanns Œuvre bilden die "Drei Romanzen" eine zyklische Einheit. Deutlich wird dies rein äußerlich in der Wahl der Tonarten (a-Moll/A-Dur/a-Moll) sowie im musikalischen Aufbau: Allen drei Stücken liegt eine dreiteilige Form zugrunde. Die erste Romanze entfaltet in ihren ersten beiden Teilen zwei kontrastierende Themen, die im nachfolgenden Teil in Beziehung zueinander gesetzt werden. Diese Romanze führt hin zu den beiden folgenden, die jeweils in der charakteristischen dreiteiligen ABA-Liedform gehalten sind. In den ersten Abschnitten entwickelt sich meist aus dem Material der beiden Anfangstakte ein Themengedanke, dessen Motive in immer neuen Spielarten miteinander verwoben werden. Die Mittelteile sind von Schumann bewusst kontrastierend zu den ersten angelegt: das Tongeschlecht wechselt und das Tempo ändert sich, obwohl mit motivischem Material der A-Teile gearbeitet wird. Die nun wiederkehrenden A-Teile nehmen die Themen bzw. große Teile der ersten Abschnitte wieder auf. Gemeinsam ist den Romanzen Nr. 2 und 3 nicht allein die Form, sondern auch jeweils eine Coda, in der noch einmal das thematische Material beider Abschnitte aufgegriffen, jedoch zu unterschiedlichen Abschlüssen geführt wird. In der zweiten Romanze betont Schumann die Eigentümlichkeit des Satzes, das Suchen und Schweifen um die Tonika der Grundtonart. In der dritten Romanze hingegen wird die Bestätigung der Grundtonart auffallend hervorgehoben, wodurch sie Finalcharakter bekommt, allerdings in einer für die lyrisch-romantische Musik Schumanns bezeichnenden Weise des leisen Abschiednehmens. Dadurch werden die "Drei Romanzen", die durch ihre innere Kohärenz eigenständige Charakterstücke sind, von Schumann zu einem lyrisch-epischen Ganzen zusammengeschlossen.


Das „Grand Duo Concertant“ trägt seinen Namen mit Fug und Recht. Es war eines der ersten Werke für diese Besetzung, das von beiden Spielern eine sehr hohe Virtuosität verlangt und gilt noch heute als eines der technisch aufwändigsten Werke für Klarinette und Klavier.


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