Hamburger Kammerkunstverein

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Danse Macabre

Feierabendkonzert im Oberhafen

Michael Stürzinger und Franck-Thomas Link, 2017

Hochzeitsmusik und klappernde Knochen. César Francks Violinsonate und ein Totentanz von Camille Saint-Saëns. Ein Konzert, das Extreme auslotet.

César Franck komponierte seine Kammersonate in A-Dur 1886 und widmete sie seinem Freund, dem Geigenvirtuosen Eugène Ysaÿe, zu dessen Hochzeit.

Camille Saint-Saëns „Danse macabre“ op. 40 aus dem Jahr 1872 ist eines der berühmtesten Musikstücke aus dem Genre „Totentanz“, ein künstlerisches Terrain, das sich seit dem 15. Jahrhundert zunächst in der Malerei, später dann in der Dichtung und im Theater entfaltete, in der Musik jedoch erst während der Romantik.

Gastronomie und Abendkasse 17 h, Konzert 18 h, Lounge 19 h

Mehr zur Reihe: Feierabendkonzert im Oberhafen



Vorverkauf 9 € / Abendkasse 12 € / Kammerkunstmitglieder frei


Halle 424, Stockmeyerstraße 43, Tor 24, 20457 Hamburg


César Franck,
Sonate A-Dur für Violine (Violoncello) und Klavier

Allegretto ben moderato
Allegro
Recitativo e Fantasia
Allegretto

Camille Saint-Saëns,
Danse Macabre für Violine und Klavier op. 40


César Franck ist vornehmlich als Komponist für die Orgel bekannt. Doch hat er auch ein großes Œuvre für Klavier und ausgezeichnete Kammermusik geschaffen. Seine bedeutendste Kammersonate ist die A-Dur-Sonate, die Franck 1886 komponierte und seinem Freund, dem Geigenvirtuosen Eugène Ysaÿe zu dessen Hochzeit widmete. Dieser führte sie am 31. Dezember 1887 in einem Konzert der Pariser Société Nationale de Musique auf.

Im Vergleich zur deutschen romantischen Sonate ist die Satzfolge dieses Werkes eigenwillig und erzeugt einen eigentümlichen dramaturgischen Ablauf. Die langsame Introduktion mündet in den furiosen zweiten Satz, der wie ein Finale anmutet. Dann folgt eine langsame Fantasie mit rezitativischen Soli beider Spieler. Das eigentliche Finale ist ein sanglicher Kanon, in dem die Glut des zweiten Satzes noch nachzuwirken scheint. Trotz seiner Schlichtheit rundet dieser Satz die monumentale Sonate zu völliger emotionaler Zufriedenheit ab.

Franck-Thomas Link


Der „Danse macabre“, zu deutsch „Totentanz“, ist ein künstlerisches Terrain, das sich seit dem 15. Jahrhundert zunächst in der Malerei, später dann in der Dichtung und im Theater entfaltete, in der Musik jedoch erst während der Romantik. Hier wird die Macht des Todes über das Leben dargestellt.

Neben Franz Liszts „Totentanz“ für Klavier und Orchester ist der „Danse macabre“ op. 40 von Camille Saint-Saëns wohl das berühmteste Stück in diesem Genre. Ursprünglich hatte sich Saint-Saëns an eine dichterische Vorlage gehalten und nach einem Text von Henri Cazalis das Lied „Danse macabre“ komponiert. Der Text liest sich wie ein Vorläufer heutiger Grusel-Filme: Der Tod klopft an einen Sarg, weckt die Toten, und fordert sie zu einem Tanz auf. Und man hört die tanzenden Knochen klappern. Zwei Skelette legen sich sogar klappernd im Moos nieder, um dort die nun jenseitige körperliche Liebe von damals gemeinsam zu erinnern. Der Text von Cazalis intendiert aber, neben allem herrlichen Grusel, durch seine groteske Übersteigerung auch eine existentialistische Befreiung von religösen Zwangsvorstellungen. Dieses Motiv taucht spätestens bei Jean Paul Sartre in „Les jeux sont faits“ („Das Spiel ist aus“) wieder auf.

Ein ekstatisches Gedicht verdient eine ekstatische Vertonung, und die lieferte Camille Saint-Saëns in der Tat. Seine ursprüngliche Vertonung als Lied für Gesang und Klavier überarbeitet Saint-Saëns 1872 in Tanger, Marokko, zu einer symphonischen Fassung für Violine und Orchester und schuf damit quasi ein neues Werk. Der Erfolg dieser neuen Fassung war phänomenal. In der Folge bearbeitete Saint-Saëns das Werk mehrfach für kleinee Besetzungen, so auch als Fassung für Violine (Violoncello) und Klavier und auch eine Fassung für zwei Klaviere. Später entstanden viele weitere Bearbeitungen von anderen Komponisten und Arrangeuren.

Franck-Thomas Link



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