Hamburger Kammerkunstverein

Veranstaltungen mit Herz und Hirn.

Johann Sebastian Bach

Johann Sebastian Bach

Johann Sebastian Bach, am 21. März 1685 in Eisenach geboren, entstammte einer mitteldeutschen Musikerfamilie. Nach dem frühen Tod der Eltern übernahm sein älterer Bruder Johann Christoph, Organist in Ohrdruf, die weitere Erziehung und musikalische Ausbildung des damals zehnjährigen Johann Sebastian Bach. 1700 erhielt Bach ein Stipendium an der Michaelis-Klosterschule in Lüneburg und wurde 1703 Organist in Arnstadt. Es folgten kurze Reisen nach Celle, Hamburg und Lübeck, um die höfische französische Musik eines Lully und Couperin kennenzulernen und die Organisten Reinken und Buxtehude zu hören. Am 17. Oktober 1707 heiratete er, inzwischen in Mühlhausen in Thüringen als Organist und Kirchenmusiklehrer tätig, seine Cousine Maria Barbara Bach. Ab 1708 Hoforganist und Kammermusiker am Hof der Herzöge von Weimar, stieg er sechs Jahre später zum Konzertmeister auf. Als Hofkapellmeister in Köthen 1717 heiratete er 1721, nach dem Tod seiner ersten Frau, die Musikertochter Anna Magdalena Wilcken. Hier, am Hof des Fürsten Leopold, stand ihm zwar keine Orgel, wohl aber ein kleines Hoforchester zur Verfügung, und es entstanden die meisten seiner Instrumentalkonzerte, unter anderem die "Sechs Brandenburgischen Konzerte" (1721) und der erste Teil des Unterrichtswerkes "Das wohltemperierte Klavier" (1722), dessen zweiten Teil er 1744 beendete. Ab 1723 Thomaskantor in Leipzig, schuf Bach seine großen Vokabelwerke wie die "Johannespassion" (1723), die "Matthäuspassion" (1729), die "Hohe Messe in h-Moll" (1733-38), das "Weihnachtsoratorium" sowie zahlreiche Kantaten, Motetten, weltliche und geistliche Lieder. Bach, in dessen kaum zu übersehendem Werk bis auf die Oper alle musikalischen Gattungen vertreten sind, erblindete in seinen letzten Lebensjahren und starb am 28. Juli 1750 in Leipzig. Sechs Söhne und vier Töchter überlebten ihn, fünf Söhne und fünf Töchter starben vor ihm. Seine Witwe Anna Magdalena starb völlig verarmt zehn Jahre nach dem Tod ihres Mannes.