Hamburger Kammerkunstverein

Veranstaltungen mit Herz und Hirn.

Festkonzert III

Ein farbenreiches Kammerkonzert mit Festcharakter.


Georg Friedrich Händel, Passacaglia (für Violine und Violoncello bearbeitet von Johan Halvorsen (1864-1935)

Carl Philipp Emanuel Bach, Fantasie fis-moll für Klavier solo

Wolfgang Amadeus Mozart, Klaviertrio C-Dur KV 548

Robert Schumann, Arabeske C-Dur op. 18 für Klavier

Wolfgang Rihm, Fremde Szene Nr. 3

Pause

Felix Mendelssohn Bartholdy, Trio d-moll op. 49


Typisch für die Festkonzert-Programme der Brahms-Solisten Hamburg ist eine farbenreiche Gestaltung des Konzerts, das keinen speziellen thematischen, historischen oder philosophischen Aspekt fokussiert, sondern in erster Linie der Freude an der Kammermusik selbst gewidmet ist. Die Besetzungen wechseln innerhalb eines Festkonzerts, so dass an einem Abend sehr unterschiedliche Klangfarben zu hören sind. Die Programme haben für Zuhörer und Musiker gleichermaßen Festcharakter.

Die Halvorsen-Bearbeitung der Händelschen Passacaglia für Violine und Violoncello ist ein wahres musikalisches Feuerwerk. Man glaubt ein ganzes Kammerorchester vor sich zu haben und doch sind nur zwei Musiker auf der Bühne. Die Händel-Passacaglia ist von Halvorsen so genial bearbeitet, dass man annehmen könnte, er selbst sei ein barocker Meister.

C. P. E. Bachs Fantasie für Klavier ist ein frühklassisches Werk, das als Vorläufer der später von Mozart, Beethoven, Schumann und Chopin komponierten Fantasien gelten kann. Seine quasi improvisatorischen Elemente wirken in ihrem Gestus sehr romantisch, gleichzeitig greift Bach auf die barocke Technik des Rezitativs zurück. Dieses faszinierende Stück findet sich im Solorepertoire nur weniger Pianisten.

In seinen "Fremden Szenen" bezieht sich Wolfgang Rihm auf eine Skizze für ein Klaviertrio von Robert Schumann. Aus dieser Sammlung, die Rihm als Hommage an Robert Schumann komponierte, spielen die Brahms-Solisten Hamburg in "Quodlibet III" das dritte Trio in einem Satz. Mit Schumanns Arabeske op. 18. führt der Pianist die Zuhörer an diesem Abend zum Ursprung der "Fremden Szenen".

Das "Festkonzert III" wird durch die beiden Klaviertrios von Mozart und Mendelssohn abgerundet. Das Mozart-Trio KV 548 ist in seiner Klarheit und Eleganz bestens plaziert als zentrales Werk zwischen den Aufregungen der anderen Werke, die in der ersten Konzerthälfte erklingen.

Mendelssohns erstes Klaviertrio d-moll setzt in der zweiten Hälfte einen besonderen Glanzpunkt.


Vergleichen Sie Festkonzert I, Festkonzert II und Festkonzert IV.