292. Lunchkonzert in der Handelskammer Hamburg
Sonntagsmatinée
Börsensaal der Handelskammer Hamburg
Adolphsplatz 1, U Bahn Rathaus
Die wunderbare Geschichte von Babar, dem kleinen Elefanten, wird nicht nur von einem Erzähler erzählt, sondern auch vom Klavier eindrücklich illustriert und ist auf einer Leinwand als Diaprojektion anschaulich zu verfolgen.
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Ulrich Bildstein, Schauspieler
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Franck-Thomas Link, Klavier
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Die Geschichte von Babar, dem kleinen Elefanten
Musikalische Bildergeschichte von Jean de Brunhoff und Francis Poulenc
Seit über 70 Jahren bereits bewegt der Elefantenkönig Babar, dessen äußeres Markenzeichen die grüne Jacke und die rote Fliege ist, die Gemüter drei bis achtjähriger Kinder. Als der französische Künstler Jean de Brunhoff im Jahre 1931 die ersten Abenteuer des Elefantenkönigs für ein Buch
niederschrieb und illustrierte, griff er auf die Gute-Nacht-Geschichten seiner Frau für die eigenen Kinder zurück und ahnte wohl kaum, daß die Erlebnisse des gewaltfreien, weisen Herrschers ein internationaler Erfolg werden sollten. Babar und seine Geschichten aus dem magisch-friedvollen Dschungelstädtchen Celestville, in dem Familien, Freundschaft und Gerechtigkeit das Leben
bestimmen statt Geldgier und Egoismus, gehören seitdem zu den Klassikern der Kinderliteratur. Er ist eine moderne Fabelfigur geworden, die Kindern spielerisch die Welt der modernen Zivilisation mit ihren Städten, Autos und Flugzeugen sowie mit ihren Kaufhäusern, Restaurants und
kleinen Geschäften vorführt.
Francis Poulenc hat zu diesem Buch 1949 musikalische Klavier-Impressionen veröffentlicht. 1962/63 bearbeitete Jean Françaix, auf Wunsch von Poulenc, das Werk für Orchester. Die Anregung zum „Babar“ gab die vierjährige Nichte des Komponisten, die sich an Poulencs „Klaviergeklimper“ störte und ihm ihre Ausgabe des Kinderbuchs auf den Notenständer legte. Poulenc las
der Kleinen die Geschichte vor und improvisierte dazu auf dem Klavier. Bald saßen alle Nachbarskinder dem Meister zu Füssen und lauschten andächtig seiner Geschichte. Poulenc hat alle ihre Namen in der Widmung zu BABAR, DEM KLEINEN ELEFANTEN vermerkt. Poulencs Stück ist ein Melodram, das de Brunnhoffs Erzählung mit fantasievollen, musikalischen Zwischenspielen verbindet. Die Geschichte folgt dem Leben des ziemlich menschlichen Elefanten „Babar“, von
seiner Geburt im Dschungel an, über sein Leben in Paris, wo er auch Autofahren lernt, bis zur Heirat mit seiner Jugendliebe Celeste und schließlich seiner Krönung. Poulenc verwendet eine sehr bildhafte Musik, wohl aber auch die stilisierten musikalischen Formen, die sein Markenzeichen
darstellen: Nocturne, großer Marsch, Wiegenlied, Walzer, Schottischer.