Hamburger Kammerkunstverein

Veranstaltungen mit Herz und Hirn.


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Cosima Gerhardt

282. Lunchkonzert in der Handelskammer Hamburg

L. v. Beethoven, Cellosonate A-Dur op. 69

Donnerstag, 15. Juli 2010, 12.30 - 13.00 Uhr
Handelskammer Hamburg, Börsensaal
Adolphsplatz 1, U Bahn Rathaus

»Für mich weckt die Sonate Sommererinnerungen aus früher Kindheit. Ich muss sie wohl damals - in der schönsten Zeit des Jahres - immer und immer wieder gehört haben.« Cosima Gerhardt

Beethoven war er ein gefeierter Star auf den Wiener Konzertbühnen, als er 1808 seine A-Dur-Cellosonate komponierte. Sie ist direkt für den Konzertsaal geschrieben und ein Meisterwerk an makelloser Ausgewogenheit aller Elemente: in der formalen Balance ihrer einzelnen Teile, musikantischen Virtuosität und edlen Gesanglichkeit.



Der Eintritt ist frei.


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Ludwig van Beethoven,
Sonate für Violoncello und Klavier A-Dur op. 69

Allegro ma non tanto
Scherzo: Allegro molto
Adagio cantabile
Allegro vivace


Große Sonaten für Violoncello und Klavier waren zu Beethovens Zeiten gewissermaßen eine Novum. Zwar hatte sich die klassische Violinsonate bereits bei Mozart und Haydn etabliert, aber die anderen Streichinstrumente waren von dieser Entwicklung bis zu Beethovens Zeit nahezu unberührt geblieben. Beethoven hat fünf Cellosonaten geschrieben, bei denen die A-Dur Sonate an dritter, also zentraler Stelle steht. Obwohl Beethoven in dieser Gattung quasi Neuland betrat, sind alle fünf Sonaten große Meisterwerke, die auch heute noch in allen Konzertzentren der Welt von größter Bedeutung sind. Die beiden ersten Sonaten wurden unter op. 5 zusammengefasst, die beiden letzten zu op. 102 und die A-Dur Sonate steht allein als op. 69. Diese Opuszahlen verraten einiges darüber, aus welchen Schaffensperioden die Sonaten stammen. Eigentlich repräsentieren die Cellosonaten die drei wesentlichen Perioden Beethovens (früh-mittel-spät) sehr charakteristisch. Die A-Dur Sonate entstand 1808, also in der Schaffensphase, in der Beethoven außerordentlich erfolgreich war und das Wiener Konzertleben absolut bestimmte. Der Sonate vorangegangen waren die 5. (Schicksalssymphonie) und die 6. (Pastorale) Symphonie und nach ihr entstand sehr bald die Oper „Fidelio“. Beethoven war gewissermaßen ein Star und ständig selbst auf der Bühne als Pianist oder Dirigent tätig. So überrascht es nicht, dass die Sonate gegenüber den 4 anderen Cellosonaten wohl die publikumswirksamste ist. Sie war direkt für den Konzertsaal geschrieben und weniger ein Experiment wie die beiden frühen Sonaten oder eine philosophische Aussage wie die beiden späten Sonaten, die entstanden, als Beethovens bereits im Zustand der Taubheit und Vereinsamung lebte.

Franck-Thomas Link