Hamburger Kammerkunstverein

Veranstaltungen mit Herz und Hirn.

Lunchkonzert in der Laeiszhalle

Mozart und Bruch

Kegelstatt

Mal heiter, mal ernst, aber immer voller Zuneigung - so lässt sich das Konzertieren der Instumente in Mozarts Kegelstatt-Trio beschreiben. Bei uns zu hören in der ungewöhnlichen Besetzung mit Oboe, Viola und Klavier.



Laeiszhalle | Musikhalle Hamburg, Brahmsfoyer, Gastronomie ab 11.30 Uhr


Wolfgang Amadeus Mozart,
Kegelstatt-Trio für Klavier, Klarinette und Viola Es-Dur KV 498

Andante
Menuetto
Rondeaux: Allegretto

Max Bruch,
aus: 8 Stücke op. 89

Nr. 5 Nachgesang (Nocturne), Andante con moto
Nr. 6 Rumänische Melodie, Andante


Wolfgang Amadeus Mozart schrieb 1786 sein so genanntes „Kegelstatt-Trio“ in Wien, der Legende nach bei einer Kegelpartie. Allerdings wurde dieser Titel dem Werk erst später zugeschrieben und es ist nicht mehr nachvollziehbar, ob eine „Kegelstatt“ wirklich Grundlage für die Entstehung des Werkes war. Mit ziemlicher Sicherheit aber komponierte Mozart das Trio für eine Aufführung in seinem privaten Umfeld – so erklärt sich auch die ungewöhnliche Original-Besetzung mit Klarinette, Bratsche und Klavier. Die erste Veröffentlichung erfolgte 1788 allerdings für Violine, Viola und Klavier mit der Anmerkung, die Violine alternativ mit Klarinette besetzen zu können. Eine weitere Aufführungsvariante möchten wir hier mit Oboe, Viola und Klavier zu Gehör bringen. Das Werk entfaltet sich wie ein Dialog zwischen drei freundschaftlich verbundenen Personen, eine Unterhaltung, geprägt von raschen Emotionswechseln, mal heiter, mal ernst, aber immer voller Zuneigung.

Simon Strasser


Max Bruch ist dem breiten Publikum vor allem wegen seines Violinkonzertes bekannt. Seine Kammermusik wird jedoch sehr selten aufgeführt, obwohl er zwei herrliche Streichquartette, ein Klaviertrio und 8 Stücke für Klarinette (Oboe), Viola und Klavier komponiert hat. Zwei dieser Charakterstücke, die wie kleine, poetische Aqurelle ob ihrer Schönheit und Pointiertheit zu gefallen wissen, erklingen im heutigen Konzert. Formal betrachtet findet man solcherlei Preziosen auch bei Schumann oder Grieg („lyrische Stücke“).

Franck-Thomas Link


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