Hamburger Kammerkunstverein

Veranstaltungen mit Herz und Hirn.

Lunchkonzert in der Handelskammer Hamburg

Chopin-Rezital


Handelskammer Hamburg, Adolphsplatz 1, U Bahn Rathaus


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Frédéric Chopin,
Sechs Preludes, aus op. 28

No 1 C-Dur
No 2 a-moll
No 3 G-Dur
No 4 e-moll
No 6 b-moll
No 7 A-Dur

Frédéric Chopin,
Acht Etüden, aus op. 10 und op. 25

op. 10 no 8 F-Dur
op. 25 no 1 As-Dur
op. 25 no 3 F-Dur
op. 25 no 7 cis-moll
op. 10 no 5 Ges-Dur
op. 10 no 6 es-moll
op. 10 no 3 E-Dur
op. 10 no 4 cis-moll


Chopin komponierte die meisten seiner 24 Preludes op. 28 im Winter 1837 auf Mallorca. Seine direkte Inspirationsquelle war das Wohltemperierte Klavier von J. S. Bach, das Chopin früher bereits in eigener Ausgabe hatte veröffentlichen wollen. Nicht nur folgt Chopin der Reihenfolge der Tonarten bei Bach, die alle Dur-Tonarten und ihre Mollverwandten enthält. Er weitet die improvisierende Qualität der Musik, die bei Bach zu finden ist, aus und entwickelt spezielle Gebiete der pianistischen Technik fort, wie er es zuvor schon in den beiden Büchern mit Etüden op. 10 und op. 25 getan hatte. Was bei den Preludes aber zutiefst frappiert, ist das Ausmaß an harmonischen Experimenten innerhalb eines Zusammenhangs der intensiven emotionalen Innenschau.

Nicholas Ashton


Die beiden Werke mit je 12 Übungen op. 10 and op. 25 sind technische und musikalische Meisterwerke. Der englische Pianist Denis Matthews sagte: "Sie enthalten die Seele des Klaviers. Form und Inhalt sind so verschmolzen, dass es beinahe unmöglich ist, sich eine Transkribierung für ein anderes Instrument vorzustellen." Alfred Cortot bemerkte weise: "Diese Etüden sind gleichermaßen unspielbar für einen Pianisten ohne Technik und einen Virtuosen, der kein wahrer Musiker ist." Jede Etüde kreist um ein bestimmtes technisches Problem und unterwirft es einer gründlichen Modulation durch eine Folge chromatisch verbundener Tonarten. Alle Etüden haben durchgängig die ABA Form.

Nicholas Ashton


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