Hamburger Kammerkunstverein

Veranstaltungen mit Herz und Hirn.

Lunchkonzert in der Handelskammer Hamburg

R. Schumann, Klavierquartett Es-Dur op. 47


Handelskammer Hamburg, Adolphsplatz 1, U Bahn Rathaus


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Robert Schumann,
Klavierquartett Es-Dur op. 47

Sostenuto assai – Allegro ma non troppo
Scherzo: Molto vivace – Trio I – Trio II
Andante cantabile
Finale: Vivace


1842 beschäftigt sich Schumann ausführlich mit den Quartetten von Haydn und Mozart, die Clara und er der Reihe nach am Klavier durchnehmen. In diesem "Kammermusikjahr" entsteht auch das Klavierquartett op. 47. Es scheint, als habe Schumann nach drei Streichquartetten das Bedürfnis gespürt, eine Synthese des Streicherklangs mit dem des Klaviers, für das er zu Beginn fast ausschließlich komponiert hatte, zu erproben. 1838 schrieb er an Clara: "Auf die Quartette freue ich mich selbst, das Klavier wird mir zu enge, ich höre bei meinen jetzigen Kompositionen oft noch eine Menge Sachen, die ich kaum andeuten kann." Jetzt, nach den ihm nicht leicht gefallenen, doch mit Enthusiasmus geschriebenen und auch später noch sehr geschätzten Streichquartetten, gelingt die neue Gattung wie von selbst. Am 5. April 1843 wird das Quartett uraufgeführt, Schumann schreibt: "Wir haben gestern das Quartett zum erstenmal gespielt und es nimmt sich recht effektvoll aus." Das Klavier verbindet sich in bewundernswerter Weise mit dem zuvor erprobten Streicherklang. Impulsives Drängen und Versonnenheit, Ausbruch und Schwärmerei, Florestan und Eusebius, die zwei Seelen in Schumanns Brust, sprechen - wie im Quintett - die dem noch immer jugendlichen Komponisten eigene Sprache.


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