Lunchkonzert in der Handelskammer Hamburg
R. Schumann, Dichterliebe op. 48
Handelskammer Hamburg
Adolphsplatz 1, U Bahn Rathaus
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Andreas Michalzik, Tenor
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Franck-Thomas Link, Klavier
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Robert Schumann,
Dichterliebe op. 48
Im wunderschönen Monat Mai
Aus meinen Tränen sprießen
Die Rose, die Lilie
Wenn ich in deine Augen seh'
Ich will meine Seele tauchen
Im Rhein, im heiligen Strome
Ich grolle nicht
Und wüßten's die Blumen
Das ist ein Flöten und Geigen
Hör' ich das Liedchen klingen
Ein Jüngling liebt ein Mädchen
Am leuchtenden Sommermorgen
Ich hab' im Traum geweinet
Allnächtlich im Traume
Aus alten Märchen winkt es
Die alten bösen Lieder
War es die tiefsinnige Ironie, der Zwiespalt seines Dichtens, der den Ausschlag gab, dass Schumann im Liederjahr 1840 den Zyklus "Dichterliebe" nach Texten von H. Heine komponierte? Oder war Robert sich seiner Clara nicht sicher? Dieses Jahr war auch das Hochzeitsjahr der Schumanns. Die deutsche Romantik lebte nie aus dem Überschwang der Gefühle allein, sondern mindestens ebenso sehr aus der stillen Verzweiflung an der Welt, einer unbezwingbaren Heimatlosigkeit. Kaum je ist das Bittersüße der Liebe, in deren Wonne die Angst vor der Einsamkeit eingewoben ist, derart vollkommen in Töne umgesetzt worden wie hier.
kammerkunst.de/540/